Die Süddeutsche Zeitung schreibt über “Water is Right”:
Neulich ist Rolf Stahlhofen, Mitgründer der Band ‘Söhne Mannheims’, mit einer Linienmaschine nach Hof geflogen. Es war ein merkwürdiger Flug, denn die Zahl derer, die morgens von Frankfurt nach Hof fliegen möchten, ist einigermaßen überschaubar, Stahlhofen war der einzige Passagier an Bord. Am Ende ging kurioserweise auch noch Stahlhofens Gepäck verloren, das alles aber hat dem Mannheimer an dem Morgen nicht die Laune verderben können. Stahlhofen engagiert sich für das UN-Habitat, das Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen, und dieses Engagement führte ihn nach Hof – wo die Firma Lavaris eine Methode entwickelt hat, mit der man für wenig Geld sehr gut Wasser aufbereiten kann. ‘Für viele Menschen vor allem in Afrika könnte diese Methode der Wasser-Aufbereitung von existenzieller Bedeutung sein’, sagt er.
Der Sänger ist seit dem Jahr 2009 für das UN-Netzwerk unterwegs, ‘We love water’ heißt die Konzertreihe, mit der er bereits im südafrikanischen Kapstadt gastierte. Am Samstag, 6. August, wird er nun ein Benefiz-Konzert in Hof geben, aber nicht etwa, weil es dort Probleme mit der Wasserversorgung gäbe. ‘Wir wollen auf ein globales Problem aufmerksam machen’, sagt Stahlhofen. In Hof habe er Mitstreiter gefunden, die zwar eher nicht den Schlüssel zur Lösung eines weltumspannenden Problems bereithalten dürften – möglicherweise aber einen, der sehr nützlich dabei sein könnte.
Eine der Anlagen, um die es geht, steht im ersten Stock der Firma am Hofer Stadtrand. Eine kleine, unscheinbare Maschine in Containerbauweise ist es, die man dort betrachten kann, gemacht aus günstigem Material. Genau das, sagt Lavaris-Geschäftsführer Stephan Heuser, sei die Idee der Firma: Die mobile Aufbereitungsanlage soll selbst in den ärmsten Regionen, etwa in Afrika, niemanden dazu verleiten, Material zu demontieren. Weniger als 20000 Euro kosten die Maschinen, innerhalb von drei Minuten können sie aus schmutziger Brühe Trinkwasser aufbereiten. ‘Wir bringen mit Hilfe einer Carbonatmischung sozusagen den Selbstreinigungsmechanismus des Wassers in Gang’, erklärt der Ingenieur Thomas Willuweit das Prinzip, die Hofer Firma hat sich ihre Methode bereits patentieren lassen. Für bis zu 2000 Menschen liefern die Anlagen Trinkwasser. mehr
Am Samstag stellen wir die Stiftung erstmals öffentlich vor. Interessierte sind herzlich eingeladen, uns in Hof zu besuchen.
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Quelle: süddeutsche.de vom 02. August 2011